Umgebung
In Waldnähe – geeignet für Spaziergänge und zum Pflücken von Beeren und Pilzen.
Der nächste Nachbar hat Schafe und Hühner.
Autowege im Wald
Die schwedischen Wälder sind gross. Falls Sie von Brunkulla gen Norden wandern, kann ein ganzer Tag vergehen, ohne dass Sie an einigen Dörfern vorbeikommen. Sie entdecken vielleicht einige Häuser an den Seen, aber keine ganzjährigen bewohnten, permanenten Unterkünfte. Dagegen sehen Sie viele kleine enge Kieswege. Dies sind Autowege im Wald, die gebaut wurden, um den Bedürfnissen einer modernen, mechanisierten Forstwirtschaft nachzukommen. Oft führen diese Wege nicht zu einem bestimmten Ziel, sondern enden in einem Wendeplatz. Sie werden für die Waldmaschinen verwendet und um die Rohwaren zum Sägewerk, zu den Zellstoff- oder Papierfabriken zu transportieren. Es können Jahre vergehen, in denen sie nicht benutzt werden und deshalb ist dazwischen kaum oder gar keinen Verkehr. Sie eignen sich ausgezeichnet für Spaziergänge, zum Reiten oder Fahrrad fahren – ja, Sie können sogar dort mit dem Auto fahren. Aber auf Ihrem Wegeorientierungsystem im Auto tauchen diese Wege bestimmt nicht auf!
Der zweite Weg links von Brunkulla (ca. 150 m nach Osten) ist ein Waldautoweg. Gehen Sie diesen hinauf und alsbald werden Sie feststellen, dass er sich in einen weiteren Weg teilt.
Die Autowege im Wald sind privat und können von den Besitzern durch Schranken abgesperrt werden, so dass kein Verkehr – mit Ausnahme von Fussgängern vorbei kann. Diese Wege werden auf eigenes Risiko benutzt. Ausweichstellen, wo zwei Autos aneinander vorbeifahren können, sind mit einem Strassenschild mit einem grossen M ausgeschildert.
Pilgerpfad/weg
Am 29. Juli 1030 starb der frühere norwegische König Olav Haraldsson bei dem Versuch, die Königskrone zurück zu erobern. An seinem Grab geschahen Wunder und er wurde heilig gesprochen. Bald darauf begaben sich Pilger aus Nordeuropa zum Grab in Trondheim. Von Finnland und der Ostküste Norrlands verlief ein Pilgerpfad längs dem Indalsälven über Ragunda und Stugun weiter zum Bergpass bei Storlien.
Es war ein einfacher Pfad, auf dem man zu Fuss ging oder auf dem Pferd ritt. Mit Gustav Vasas Reformation in Schweden kam auch das Verbot der Pilgerreisen. Aber der Pfad wurde natürlich weiterhin von allen, die etwas in der Gegend zu tun hatten, benutzt. 1713 wurde er zwischen Stadsberget und Sundsjö saniert und anscheinend da auch mit Pfosten alle 10 km, 5 km und 2,5 km versehen, um die Diskussionen über die Länge des Weges zu reduzieren. Genau westlich von der Hütte Brännan liegt ein Steinhaufen, der wahrscheinlich den Grund für einen 10 km-Pfosten bildete. Am Heimatmuseum von Stugun steht eine Attrappe eines Pfostens, der auf dem Weg wieder gefunden wurde. Im regionalen Dialekt heisst er ”fjärdingskabbe” (fjärding = viertel och kabbe = Pfosten).
Der Weg ist nun auf verschiedene Weise beschildert worden, u. a. durch dünne Lärchenpfähle, die ein Stück vom Weg entfernt stehen, da dieser im Winter als Skooterweg angewandt wird. An Stellen mit Anschluss an Autostrassen haben die Pfähle ein Pilgrimerpfad-Zeichen. Auf der Karte sind solche Stellen mit einem roten Ring verzeichnet. (Robert Fresk über Att vandra efter Pilgrimsleden (Wandern entlang des Pilgrimerweges)
Heutzutage wandert man aus verschiedenen Motiven auf Pilgrimerwegen. Z. B. registriert man sich als Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela in Spanien, so gibt man an, ob man dies aus religiösen, kulturellen oder sportlichen Gründen tut. Bei Ankunft in Santiago de Compostela kann man, wenn man aus religiösen Gründen gewandert ist oder falls man 100 km geritten oder 200 km mit dem Fahrrad gefahren ist, eine Pilgerurkunde erhalten.
Strånäset
Ein Hof im Dorf steht unter Denkmalschutz.
Die Gebäude des Hofes Strånäsets sind zwischen 1880 und 1896 erbaut worden. Die positive Entwicklung der Sägewerkeindustrie Ende des 19. Jahrhunderts führte einen wachsenden Wohlstand für das östliche Jämtland mit sich. Viele Gebäude erhielten eine teuere Ausstattung mit einer reichhaltigen Holzarchitektur, die durch diese neue Sägetechnik möglich wurde. Das Hauptgebäude in Strånäset dominiert durch zwei grosse zweieinhalb Etagen hohe Glasveranden mit übertriebenden Laubsägedekorationen. Zum Denkmalschutz gehört auch u. a. ein achteckiges Hühnerhaus im Lusthausstil (der Homepage der Provinzverwaltung (Länsstyrelsen) entnommen). Im Sommer ist manchmal ein Café im grossen Haus.
Brunkulla
Brunkulla (Nigritella Nigra) ist eine seltene Orchideé und die Landschaftsblume von Jämtland.
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Schafen beim nächsten Nachbar
Waldweg
Preiselbeeren und Blaubeeren
Kohlröschen
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